Herdplatte reinigen – so machen wir es wirklich
Unser Herd bekommt täglich was ab. Drei Kinder, täglich kochen – da bleibt es nicht immer sauber. Und nach dem Putzen trotzdem Schlieren auf der Herdplatte zu sehen ist so eine Sache, die einen wirklich nervt.
Bis wir gemerkt haben, woran es liegt.
Das Problem ist meistens nicht das Putzmittel
Die meisten wischen den Herd mit einem feuchten Tuch ab – und wundern sich danach über einen leichten Fettfilm oder Schlieren im Licht. Das liegt nicht am Schmutz und nicht am Tuch. Es liegt daran, dass der letzte Schritt fehlt.
Wer den Herd nur feucht abwischt, hinterlässt eine hauchdünne Feuchteschicht auf der Glaskeramik. Die trocknet ungleichmäßig – und genau das sieht man danach im Licht.
So machen wir es – Schritt für Schritt
Schritt 1: Schwamm mit etwas Spüli
Wir nehmen unseren doppelseitigen Putzschwamm. Zuerst mit der festeren Seite über eingebrannte Stellen – kurz kreisförmig, kein großer Druck. Dann mit der weicheren Seite drüber, die nimmt den gelösten Schmutz auf. Wichtig: auch die festere Seite kratzt Glaskeramik nicht. Das ist der Unterschied zu einem normalen Kratzschwamm, den wir nie benutzen.
Schritt 2: Putztuch – zweimal drüber
Danach kommt das Mikrofaser-Putztuch. Einmal feucht abwischen, einmal trocken nachwischen. Der Schmutz ist jetzt weg – aber fertig sind wir noch nicht.
Schritt 3: Geschirrtuch – der entscheidende letzte Schritt
Ein trockenes Mikrofaser-Geschirrtuch einmal über die gesamte Herdplatte. Das nimmt die letzte Feuchtigkeit auf und poliert die Oberfläche gleichzeitig. Danach: keine Schlieren, kein Fettfilm, keine Wasserflecken. Der Herd glänzt.
Unser Alltags-Tipp
Direkt nach dem Kochen – wenn der Herd noch warm, aber nicht mehr heiß ist – kurz nachwischen. Frische Flecken brauchen keine drei Schritte. Das spart am nächsten Morgen die halbe Arbeit.
Häufige Fragen
Warum bleiben nach dem Herdputzen Schlieren auf der Glaskeramik?
Weil das feuchte Abwischen eine hauchdünne Feuchteschicht hinterlässt, die ungleichmäßig trocknet. Der entscheidende letzte Schritt ist das trockene Nachpolieren mit einem Geschirrtuch.
Wie reinigt man eingebrannte Stellen, ohne die Glaskeramik zu zerkratzen?
Mit der festeren Seite eines doppelseitigen Putzschwamms kurz und kreisförmig, ohne großen Druck – die kratzt Glaskeramik nicht. Einen normalen Kratzschwamm oder Stahlwolle nie verwenden.
Braucht man Spezialreiniger fürs Ceranfeld?
Für den Alltag nicht. Etwas Spüli auf dem Schwamm, danach Mikrofaser-Putztuch feucht und trocken, zum Schluss ein trockenes Geschirrtuch zum Polieren.
Wie hält man den Herd dauerhaft sauber?
Direkt nach dem Kochen kurz nachwischen, solange der Herd noch warm, aber nicht mehr heiß ist. Frische Flecken brauchen keine drei Schritte und sparen am nächsten Morgen die halbe Arbeit.